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GOCE mission launches measurements of Earth's gravity field
QUEST scientists analyse first data
Spannende Zeiten für die Wissenschaftler des Instituts für Erdmessung (IfE) an der Leibniz Universität Hannover und des Exzellenzclusters QUEST: Sie werten derzeit die ersten Daten der Satellitenmission GOCE aus, an der sie seit mehr als 10 Jahren beteiligt sind. GOCE wurde am 17. März 2009 ins All gestartet, erreichte nach verschiedenen Funktionstests am 13. September 2009 seine Umlaufbahn in 255 km Höhe und liefert jetzt erste wissenschaftliche Daten. Ziel der 20 Monate dauernden GOCE-Mission (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) ist die hochpräzise Vermessung des Gravitationsfeldes der Erde und der Geoid-Referenzfläche „Normal-Null“ mit bisher unerreichter Auflösung.
„Derzeit vergleichen wir die ersten Daten von GOCE mit Referenzmessungen, die im Satelliten und auf der Erde durchgeführt wurden. So kann die richtige Funktionsweise der Instrumente optimal kontrolliert werden“, so QUEST-Wissenschaftler Prof. Jürgen Müller vom Institut für Erdvermessung an der Leibniz Universität Hannover.
In der internationalen Wissenschaftsszene gilt das Projekt als technologischer Quantensprung für die Geowissenschaften schlechthin. Die gewonnenen Daten werden zum einen detaillierten Aufschluss über den inneren Aufbau unseres Planeten geben und zur Erforschung von Erdbebenmechanismen beitragen. Zum anderen dienen sie klimatologischen sowie ozeanografischen Untersuchungen, wie der Analyse von Veränderungen des Meeresspiegels und der Meeresströmungen.
Ermöglicht werden diese extrem genauen Messungen durch den Einsatz von sechs hochmodernen Präzisions-Beschleunigungssensoren. Sie erfassen selbst winzige Veränderungen des Schwerefeldes. So können die Wissenschaftler aus den von GOCE gelieferten Daten das die Erde umgebende Schwerefeld bzw. das Geoid berechnen. Das Geoid („Normal-Null“) ist ein physikalisches Modell der Erdfigur. Es beschreibt eine Fläche gleichen Schwerepotentials, die etwa mit der mittleren Meeresoberfläche in Ruhe (also ohne Meeresströmungen und Gezeiten) übereinstimmt und auf den Kontinenten meist unterhalb der Erdoberfläche im Erinnern verläuft.
Die von GOCE erfassten Daten werden eine Karte des Geoids und von Anomalien des Schwerefelds in hoher Auflösung liefern. Eine solche Karte wird nicht nur unser Wissen über und unser Verständnis von der inneren Strukturen der Erde erheblich erweitern, sondern auch als weitaus verbesserte Referenz für Ozean- und Klimastudien einschließlich Veränderungen des Meeresspiegels, der Ozeanströmungen und Untersuchungen der Dynamik der Eiskappen dienen. Es wird mit einer Vielzahl von Anwendungen in Klimaforschung, Ozeanografie und Geophysik sowie Geodäsie und Ortungstätigkeiten gerechnet.
Weitere Informationen:
• Prof. Dr. Jürgen Müller, email: mueller@ife.uni-hannover.de, Tel.: 0511 - 762-3362, www.questhannover.de/index.php
• Prof. Dr. Jakob Flury, email: flury@ife.uni-hannover.de, Tel.: 511 - 762 – 4905, www.ife.uni-hannover.de/mitarbeiter/flury/flury-start.html
• Susanne Milde, email: milde@mildemarketing.de, Tel.: 0331 – 583 93 55
Abbildungen:
Das allgegenwärtige Schwerefeld („Potsdamer Kartoffel“)
Credits: ESA
Downloadlink: esamultimedia.esa.int/images/goce/geoid_bumpy_RGB.tif
Der GOCE-Satellit:
Credits: ESA - AOES Medialab
Downloadlink: esamultimedia.esa.int/images/EarthObservation/goce/C1_5.jpg
Credits: ESA - AOES Medialab
Downloadlink: esamultimedia.esa.int/images/goce/28_H2.tif
Videolink: GOCE zeichnet die Karte des Erdschwerefeldes a1862.g.akamai.net/7/1862/14448/v1/esa.download.akamai.com/13452/qt/Building_a_picture_of_the_gravity_field.mov
Bitte beachten Sie bei der Nutzung von GOCE-Bildern und Videos von ESA-Seiten die entsprechenden Richtlinien der ESA: www.esa.int/esa-mmg/mmgdownload.pl